GARTENTipps

Der insektenfreundliche Kleingarten
Kleingärten können zu wertvollen Lebensräumen werden
und somit Insekten und anderen Tieren helfen.
Besonders im Frühjahr sind Blüten für Wildbienen wichtig,
pflanzen Sie Winterlinge, Blausterne , Traubenhyazinthen oder Lungeknkraut.
Pflanzen Sie bunte Hecken oder
einheimische Stauden.
Desto vielfältiger ihr Garten angelegt ist, desto mehr Tiere finden einen Lebensraum.
Insekten sind die Nahrungsgrundlage für Singvögel, Fledermäuse und viele andere Tiere.
(Foto – auch der Komposthaufen ist ein Lebensraum)
Gartenabfälle verwerten
bzw. entsorgen
Es bieten sich mehrere Varianten an:
Die preiswerteste Entsorgung ist die Kompostierung im eigenen Garten,
wenn ausreichend Platz vorhanden.
Wählen Sie für den Komposthaufen
einen schattigen Platz.
Sie dürfen auch Küchenabfälle entsorgen.
Tierische Abfälle sollten man vermeiden,
um keine Wildtiere anzulocken.
Den Komposthaufen bitte
einmal im Jahr umsetzten,
um die Verrottung und
Durchmischung zu fördern.
Weitere Hinweise finden Sie hier …
Baum- und Strauchschnitt lassen sich
mit einem Schredder gut zerkleinern.
Walzenschredder arbeiten sehr leise
und sind wartungsarm.
Das geschredderte Material können Sie
als Mulch unter Bäumen, Sträuchern
und Stauden verwenden.
Eine leichte Bodenbedeckung redziert im
Sommer die Verdunstung deutlich.
Der Mulch ist in der Regel
in einem Jahr verrottet.
- Über den Stadtpflegebetrieb kann eine Biotonnen (110 o. 120 l)
- bestellt werden .
Viele Bürger*innen nutzen diese Entsorgungsvariante.
Hier verschenken Sie allerdings die Möglichkeit,
selber wertvollen Kompost
zu produzieren.
Eine Verbrennung von Gartenabfällen ist auf Grund der
hohen Umweltbelastung grundsätzlich verboten......
Pflanzenschutz im Haus- und Kleingarten
Schädlinge und Pflanzenkrankheiten
treten in jedem Garten auf,
damit müssen wir uns abfinden.
Es gibt jedoch einige Möglichkeiten,
die Verluste durch Krankheiten zu minimieren.
- Standortwahl
Die meisten Kulturen bevorzugen sonnige und gut durchlüftete Standorte,
insbesondere Tomaten und Erdbeeren.
Bei einem falschen Standort nimmt die Krankheitsanfälligkeit deutlich zu.
Bei der Pflanzung von Obstbäumen unbedingt an die Bodenmüdigkeit denken.
Niemals Apfel auf Apfel, oder
Kirsche auf Kirsche pflanzen!
2. Sortenwahl
Bei jeder Kultur gibt es weniger anfällige Sorten, informieren Sie sich rechtzeitig.
Bei z.B. Stachelbeeren und Rosen gibt es mehltauresistente Sorten.
Im Internet finden Sie viele Hinweise, z.B.
auf der Seite: https://www.lwg.bayern.de.
3. Beregnung
Die meisten Regner verteilen Wasser von oben, so dass die gesamte Blattfläche benetzt wird.
Dies fördert zahlreiche Pflanzenkrankheiten, besonders gefährdet sind Rosen.
Besser für die Pflanzengesundheit ist eine Beregnung von unten.
Hierfür kommen Beregnungsschläuche oder eine Tröpfchenberegnung zum Einsatz.
Die Pflanzen bleiben trocken und zweitens ist der Wasserverbrauch deutlich geringer.
Voraussetzung für eine Tröpfenbewässerung
ist sauberes Wasser,
da sich sonst die Düsen zusetzen.
Mit einer automatischen Bewässerung kann auch im Urlaub dosiert Wasser verteilt werden.
4. Düngung
Durch hohe Dünger-Gaben steigt die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten.
Besonders Stickstoff ist problematisch, da die Zellen größer und empfindlicher werden.
Eine gute Alternative sind Hornspäne. Sie zersetzen sich sehr langsam
und versorgen die Pflanze über einen
langen Zeitraum mit Stickstoff.
Im Herbst sollte nicht mehr gedüngt werden.
5. Pflanzabstände
Jeder dichter Pflanzen stehen, desto
schlechter können die Pflanzen
nach Regen abtrocknen. Dies fördert Pilzkrankheiten wie Mehltau
oder Blattfleckenkrankheiten.
Die Ertragshöhe nimmt ebenfalls ab.
6. Kranke Pflanzenteile entfernen
Die einfachste Pflanzenschutzmaßnahme i. d. Entfernung von kranken Pflanzenteilen.
Schon im Frühjahr darauf achten. Monilia Spitzendürre bei Sauerkirschen,
kranke Spitzen entfernen, s. Foto oben.
Bei kleinen Beständen lassen sich auch
Raupen und Larven absammeln.
Typisch für Obstbäume sind Fruchtmumien,
s. Foto unten.
Diese sind unbedingt im Winter zu entfernen.
7.
Mechanische Maßnahmen
Bestimmte Schaderreger wie Gemüse- und Fruchtfliegen lassen sich
mit Netzen bekämpfen.
Bei Nacktschnecken hilft ein Schneckenzaun,
s. Foto unten.
Wühlmäuse und Maulwürfe können mit
einer Lebendfalle eingesammelt werden.
Eine Mischkultur führt ebenfalls zu einem geringeren Befall.
8.
Einsatz von Spritzmitteln
Pestizide sollten nur in Ausnahmen angewendet werden, z.B. bei Birnengitterrost.
Die Anwendungsvorschriften sind
genau einzuhalten.
Das Mittel muss für den Haus- und Kleingartenbereich eine Zulassung haben.